
Bilderbuchlandung auf dem Roten Planeten: Nach einer 680 Millionen Kilometer langen Reise ist die US-Raumsonde «Phoenix» erfolgreich auf dem Mars gelandet.
Die dreibeinige Sonde, die am 4. August 2007 gestartet war, setzte am Montagmorgen um 01.38 MESZ in der Nordpol-Region unseres Nachbarplaneten weich auf. 20 Minuten später wurden die Sonnensegel ausgefahren.
In den nächsten drei Monaten soll der 2,4 Meter lange Roboterarm von «Phoenix» den gefrorenen Polarboden durchgraben. Die Expedition wird unter anderem untersuchen, ob das Eis nahe der Marsoberfläche regelmässig schmilzt. Das würde bedeuten, dass es dort Lebensraum für Mikroorganismen gibt.
Zu klären ist auch, ob der Boden lediglich wenige Zentimeter oder möglicherweise mehr als einen halben Meter tief gefroren ist. Die Bodenproben werden in einem Labor in der Sonde erhitzt und untersucht.
Schweizer Mikroskop an Bord
Zugleich erhoffen sich die Wissenschaftler weitere Erkenntnisse über den Klimawandel. Sie möchten durch die Untersuchungen klären, warum aus dem einst feuchten und warmen Mars ein kalter Planet mit vereisten Polarkappen wurde. Die Temperaturen auf dem Mars schwanken zwischen minus 125 und plus 35 Grad Celsius.
An Bord der Sonde befindet sich auch ein Spezialmikroskop aus der Schweiz. Das Rastermikroskop wurde von den Universitäten Neuenburg und Basel sowie der Firma Nanosurf mit Sitz im Tenum Liestal entwickelt.
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